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:::: Blickpunkt Feuerwehr - OFK HBI Thomas Scheuerer PDF Drucken E-Mail
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Name:
Thomas ScheuererImage
Dienstgrad: Hauptbrandinspektor
Geburtsdatum: 23.04.1986
Feuerwehrmitglied seit: 1998
Funktion in der Feuerwehr: Ortsfeuerwehrkommandant

ziviler Beruf:
Lehramtsstudium Hauptschule für Deutsch und Geschichte
Derzeit Assistent der Geschäftsleitung - Wildkogelbahnen AG

Laufbahn bei der Feuerwehr:
2001 Überstellung in den Aktivdienst
2003 - 2009 Schriftführer
2005 - 2009 Gruppenkommandant
2004 Beförderung zum Oberverwalter
2009 Beförderung zum Brandmeister
2009 Wahl zum Ortsfeuerwehrkommandanten




Welche Beweggründe führten dich zum Eintritt in die Feuerwehr?

Im Prinzip löste die Feuerwehr bei mir von jeher Faszination aus. 
Bereits als Kind schwärmte ich meiner Mutter vor, dass ich einmal der Feuerwehr beitreten möchte. Mir erging es damals nicht anders, als den meisten anderen Kindern; die „großen, roten Autos“ begeisterten mich. Auf die Frage, wann ich denn endlich der Feuerwehr beitreten könne, bekam ich stets als Antwort: „Wenn du groß bist!“ Demzufolge trat ich dem Jugendrotkreuz in Wald im Pinzgau bei und war dort sehr begeistertes Mitglied, bis 1998 in Neukirchen eine Feuerwehrjugend gegründet wurde. Zuhause stellte man mir klar, dass ich mich für einen „Verein“ entscheiden müsse. „Feuerwehr oder Rotes Kreuz, auf zwei Hochzeiten kann man nicht tanzen“, erinnere ich mich noch genau an den Wortlaut meiner Eltern. Meine Entscheidung war rasch getroffen, Feuerwehr!!!


Was hältst du vom Slogan "Coole Kids" und warum sollten Jugendliche zur Feuerwehrjugend kommen?


In der Feuerwehrjugend lernen Jugendliche die Feuerwehr praktisch von der Pike auf kennen. Schon im Kindesalter werden grundlegende Fertigkeiten rund und um das Feuerwehrwesen erlernt. Nicht zu vergessen, dass für Mädchen und Burschen die Feuerwehrjugend im oft schwierigen Alter zwischen 10 und 14 Jahren eine sinnvolle „Heimat“ bietet. Schlichtweg sind die Buben und Mädchen in der Feuerwehrjugend gut aufgehoben. Nicht zuletzt deshalb, weil auf Pünktlichkeit und Disziplin großes Augenmerk gelegt wird. Angefangen von actionreichen Übungen, bis hin zu kameradschaftlichen Ausflügen und Zeltlagern erwartet die Jugendlichen einiges, nach einem weiteren Slogan - „Die Feuerwehrjugend – ein starkes Stück Freizeit“. Ich denke, dass die Feuerwehrjugend eine coole Freizeitbeschäftigung für Kinder ab 10 Jahren bedeutet und nicht ohne Grund die Mädchen und Burschen der Feuerwehrjugend als „Coole Kids“ bezeichnet werden. 
Betonen möchte ich indes, dass die Feuerwehr Neukirchen durch die Feuerwehrjugend, gewiss ungeahnt für einige, an Wertigkeit gewonnen hat und die Feuerwehrjugend künftig noch maßgeblicher für ein nachhaltig, effizient funktionierendes Feuerwehrwesen beitragen wird.


Was war dein schönstes Erlebnis bei der Feuerwehr?

Mit der Feuerwehr verbinde ich viele schöne Erlebnisse. Auf dem Wettbewerbsbereich bleiben viele schöne Erinnerungen, besonders, wenn man viele schöne Erfolge feiern konnte, wie es bei uns in der Vergangenheit der Fall war, allen voran die erfolgreiche Teilnahme an den Internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Ostrava - Tschechien. Abseits vom Bewerbswesen gibt es auch auf dem kameradschaftlich- freundschaftlichen Bereich viele schöne Begebenheiten, die stets in Erinnerung bleiben. Schlussendlich ist die Kameradschaft und der Zusammenhalt in der Feuerwehr das höchste Gut und immer wieder aufs Neue ein einzigartiges Erlebnis, was mit keinem Geld der Welt bezahlbar ist.   


Als Kommandant hast du einen großen Arbeitsaufwand bei der Feuerwehr, wie lässt sich das mit dem Beruf und mit der Familie vereinbaren?

Oftmals muss die Familie jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau entbehren. Dies verlangt großes Verständnis, ohne dieses man so einen „Job“ nicht machen könnte. 
Damit untrennbar verbunden ist unverweigerlich die Unterstützung des Dienstgebers. 
Bei mir spielen derzeit beide „Komponenten“ (Familie und Beruf) mit, über was ich sehr dankbar bin. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so der Fall ist und baue weiterhin darauf, immerhin stellt dies ja keine Selbstverständlichkeit dar.  




Was möchtest du in der Feuerwehr Neukirchen verändern bzw. wo siehst du Verbesserungspotential?

Unbestritten gibt es immer Verbesserungspotential, denn wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden. Dabei muss man sich aber immer nach der Decke strecken und mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Bewusst sein muss man sich, dass in der Vergangenheit vieles erreicht und geschaffen wurde. Aufgabe kann hier nur sein, das Erreichte zu halten. Änderungen nur des Änderungswillens kann und darf es nicht geben. 
Im Feuerwehrbereich gab es in der Vergangenheit kontinuierlich Entwicklungsvorgänge der Verbesserung und des Fortschrittes. Dabei muss man stets mit der Zeit gehen und die technische Fortentwicklung stark berücksichtigen. 
Irgendwie ist man in einem Kreislauf, wo man gezwungen ist, sich an der Zukunft zu orientieren. Die Einsatzbereiche und Aufgabengebiete der Feuerwehren werden immer weitreichender und vielfältiger. 
Demzufolge müssen sich alle Feuerwehren an der technischen Weiterentwicklung orientieren und  verbessern. Im Fall der Feuerwehr Neukirchen stehen gerade auf dem techn. Bereich des Fuhrparkes und der Ausrüstung in den nächsten Jahren viele wichtige Entscheidungen und Quantensprünge in Hinblick der Weiterentwicklung an. Dies wird nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen und wir versuchen das Beste für die FF-Neukirchen und dem damit verbundenen Schutz unserer Heimatgemeinde herauszuholen. 
Die Feuerwehren insgesamt und die Feuerwehr Neukirchen werden sich auch zukünftig weiterentwickeln, wie alle Bereiche des Lebens und der Gesellschaft, denn stehen bleiben heißt Rückschritt.


Worauf bist du in deiner Zeit als Feuerwehrmann besonders stolz?

Mit etwas Stolz blicke ich auf die Entwicklung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit während meiner doch noch eher jungen Feuerwehrzeit zurück.
Während meiner 7-jährigen Tätigkeit als Schriftführer war es mir immer ein Anliegen die Feuerwehr Neukirchen vermehrt nach außen Publik zu machen. Ein immens wichtiger Schritt hierfür war 2006, als die erste Online Präsenz unserer Feuerwehr online ging. Damals hatten wir noch eher sporadische Besucherzahlen von nicht einmal 2500 Besuchern monatlich. In den letzten Jahren festigten sich die Besucherzahlen und damit auch die Bekanntheit der Feuerwehr Neukirchen online auf konstant über 10 000 Besucher monatlich. Letzten Monat konnten wir einen neuen Besucherrekord von ca. 15000 Besuchern verzeichnen. Somit hat der verbundene Arbeitsaufwand meiner Ansicht nach Früchte getragen.  Ein gutes Gefühl gibt mir, dass wir ein relativ strukturiertes, umfassendes Pressewesen schaffen konnten, was mit der Erstausgabe der Neukirchner Feuerwehr Reports ausgeweitet werden konnte. Mein großer Dank gilt allen Verantwortlichen, besonders dem Webmaster- und Öffentlichkeitsarbeitsteam Klaus - Stefan – Herwig -, die zum Gelingen beigetragen haben. DANKE!
Im gesamten gesehen bin ich stolz Kommandant einer gut funktionierenden und strukturierten Freiwilligen Feuerwehr sein zu dürfen. Schließlich und endlich ist stellt es keine Selbstverständlichkeit dar, dass Frauen und Männer freiwilligen Dienst versehen, um Mitmenschen in der Not zu helfen, aus idealistischer Überzeugung. Ein großes DANKE all meinen Feuerwehrkameraden.
Ansonsten stehe ich nach noch nicht einmal einem Jahr als OFK am Beginn meiner Arbeit. Demzufolge wäre es unbestritten überheblich und weit hergeholt, jetzt schon von Stolz oder gar Erfolg zu sprechen.  


Interview und Zusammenstellung
(c) OFm Klaus Schwarzenberger
Pressereferent - Feuerwehr Neukirchen am Großvenediger



 
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